Wespenplage

Wespenplage

Einsätze am laufenden Band gibt es für die Kameraden der FF Otterthal. Der Grund ist die Wespenplage, die derzeit in weiten Teilen des Landes auftritt.

Und sie sind überall: Wespen umschwirren Mülltonnen, belagern Bäckereien und schlürfen aus Colagläsern. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, schon sticht das Insekt in Notwehr zu. Allergiker schweben nach einem solchen Stich in Todesgefahr, doch auch für Nichtallergiker ist ein Wespenstich überaus unangenehm.

Wespen154.jpgDie Wespen sind im Spätsommer besonders lästig, weil ihre Königinnen sterben. Der Wespenstaat im Nest löst sich auf und die verbliebenen Arbeiterinnen streunen hungrig und auf sich allein gestellt durch die Gegend, bis der erste Frost ihnen den Garaus macht. Im Grunde sind sie also orientierungslose Opfer ihres eigenen Biorhythmus, doch diese bemitleidenswerte Position macht sie keinen Deut sympathischer.

Wenn die Wespenplage überhand nimmt, ist es den meisten Menschen sowieso egal, aus welchen Gründen die Tiere stören - sie sollen nur den Obstkuchen in Ruhe lassen! Zumal sie durch ihre Nahrungsaufnahme - Wespen fressen nicht nur Sachertorten, sondern auch Aas - auch Krankheiten übertragen können. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, die lästigen Plagegeister gar nicht erst anzulocken:

  • Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Tiere abzulenken: In sicherer Entfernung aufgestellte Futterstellen mit "Wespenfutter" lenken die Tiere ab.

  • Nahrungsmittel, besonders Süßes und Eiweißhaltiges nicht offen herumstehen lassen. Essensreste und Fallobst im Garten sofort wegräumen.

  • Die Farben weiß, gelb und blau sowie süße Parfüms meiden - sie sind für Wespen unwiderstehlich!

  • Der Duft von Salmiak, frischem Basilikum und Lavendel soll Wespen fernhalten. Das gleiche gilt für Rauchgerüche, etwa glimmendes Kaffeepulver. Für Wespen besonders unangenehm soll der gemischte Geruch von Zitrone und Nelke sein: Einfach ein paar Zitronen aufschneiden, mit getrockneten Nelkenblüten spicken und überall aufstellen.

Hat aller Vorsicht zum Trotz doch einmal eine Wespe zugestochen, sollten Allergiker sofort zum Notarzt gehen - das Gift kann für sie tödlich sein. Mehrere Stiche sind jedoch auch für gesunde Erwachsene eine Bedrohung: Wespengift ist Nervengift, in ausreichender Dosis ist es für jeden gefährlich! Auch Stiche in Mund und Hals können wegen der Schwellung bedrohlich werden. 

Einzelne Stiche irgendwo anders am Körper sind jedoch für die meisten Menschen harmlos. Schmerzhaft sind sie trotzdem. Doch es gibt ein paar alte Hausrezepte, die helfen:

  • Drücken Sie unmittelbar nach dem Stich eine heiß gemachte Münze auf die Stichstelle. Die Hitze zerstört die Gift-Moleküle und verhindert Schwellungen und Entzündungen.
  • Alternativ hilft der Einsatz einer Zwiebelscheibe, Zitronensafts oder eines mit Essig getränkten Tuches. All diese säurehaltigen Flüssigkeiten neutralisieren das Gift chemisch.
  • Das gleiche gilt für die deutlich teureren Insektenstifte aus der Apotheke.
  • Nach dem Stich sollte die Wunde sofort gekühlt werden.

Mit unseren Tipps sollten Sie gefahrlos durch den Wespen-Sommer kommen.

05.08.2015 11:26